Welle ERT

Flüssigmethan: Energieträger der Zukunft

ERT liefert Tieftemperatursysteme für die sichere, wirtschaftliche Erzeugung, Lagerung und Nutzung von Flüssigmethan.

Tieftemperaturgeneratoren nach dem Stirling-Prinzip erzeugen für die Verflüssigung von Methan bereits nach wenigen Minuten Temperaturen unterhalb von -162°C (111,15 K). Sie bieten optimale Voraussetzungen für kleine und mittlere Flüssigmethananlagen.

  • Biogasverflüssigung (LBG)
  • Erdgasverflüssigung (LNG)
  • LBG- und LNG-Lagerung
  • Schiffs- und Güterverkehr
  • LNG-/LBG-Tankstellen

Erdgas und Biogas werden für die Kraftstoff-, Strom- und Wärmeversorgung immer wichtiger.

Methan lässt sich und äußerst emissionsarm in Energie umwandeln und weist in flüssiger Form eine sehr hohe Energiedichte auf: Das Volumenverhältnis von gasförmigem zu flüssigem Methan liegt bei ca. 1:600. Verflüssigtes Methan kann dementsprechend raumsparend gespeichert und kostengünstig transportiert werden.

Transportwirtschaft

Als umweltschonender Fahrzeugtreibstoff ermöglicht Flüssigmethan große Reichweiten bei kleinen Tankvolumina. Die Europäische Union fördert seit 2013 den Aufbau eines Tankstellennetzes für Flüssigmethan entlang der Hauptrouten des Straßengüterverkehrs. Die „Clean Fuel Strategy“ der EU-Kommission sieht zudem den Bau von Bunkerstationen für Flüssigmethan in 139 europäischen Binnen- und Seehäfen bis 2020 bzw. 2025 vor. Erste LNG-betriebene Frachtschiffe sind im Einsatz. Nutzfahrzeuge, die mit LNG betrieben werden können, werden von mehreren Herstellern bereits angeboten. Mit kompakten Gasverflüssigern von ERT lässt sich rasch und kosteneffizient eine flächendeckende LNG-Tankstellen- und Bunker-Infrastruktur aufbauen. Dies umfasst sowohl die druckabhängige Kühlung von Flüssigmethan bei der Tanklagerung als auch die Just-in-Time-Verflüssigung von Methan zur Versorgung von Tankstellen aus dem Druckgasnetz.

Strom- und Wärmeerzeugung

Als Brennstoff in der Stromerzeugung bietet verflüssigtes Methan die Möglichkeit, Schwankungen in der  Wind- und Sonnenenergieproduktion flexibel zu kompensieren. Biogas wird dadurch zum integralen Teil eines erneuerbaren Energiemix. Die Methanverflüssigung erschließt auch Biogasmengen für die bedarfsgerechte Verstromung, die dezentral in kleineren Anlagen ohne Anschluss an das Druckgasnetz erzeugt werden. Die Biogasverstromung wird für Anlagenbetreiber zukünftig vor allem in Höchstlastphasen wirtschaftlich attraktiv sein. Die Verflüssigung und Tanklagerung von Biogas ermöglicht eine solche wirtschaftlich optimierte Verstromung. Für eine umweltschonende Wärmeerzeugung unabhängig vom Druckgasnetz ist Flüssigmethan ebenfalls wirtschaftlich einsetzbar.

Flüssigmethan-Verschiffung und Lagerung

Das Volumen des international verschifften Flüssigmethans wird, Prognosen der Internationalen Energieagentur EIA zufolge, bis 2030 um ca. 35% anwachsen. Die beim Transport entstehenden Gasverluste betragen derzeit bis zu 25% der Ladungsmenge. Tieftemperaturgeneratoren nach dem Stirling-Prinzip bieten See- und Binnenreedereien eine hoch wirtschaftliche Lösung für die druckabhängige Kühlung von Flüssigmethan bei der Verschiffung, die Prävention von Roll-Over-Effekten in LNG-Tanks und die Rückverflüssigung von Boil-off-Gas.

Gleichzeitig müssen in Folge des Ausbaus einer LNG-Infrastruktur für den Güterverkehr zu Wasser und zu Lande die dezentralen Lagermöglichkeiten immer weiter wachsen, um eine großflächige Verfügbarkeit des Flüssigmethans als Kraftstoff zu gewährleisten. Auch hier bieten Stirling-Kryogeneratoren beste Möglichkeiten zur Verhinderung von Boil-off-Gas und Roll-Over-Effekten.

Kontakt
Sven Asmus
+49 40 761048-0